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Keep calm and carry on: Byron Bay

Byron ist schon irgendwie bekloppt - und das ist wirklich liebevoll gemeint. Es ist ein verwirrender, widersprüchlicher Ort, dem man nie lange böse sein kann.

Grundsätzlich haben Hippies diesen Ort fest in ihrer Hand. Man fährt Fahrrad, singt abends auf der Straße oder geht in den kostenlosen BBQ Bereich im Park. Ein beschaulicher Ort, an dem fast den ganzen Tag Stau herrscht bei einer Masse an VW Bussen mit Peace Zeichen. Weil man schon so entnervt ist, sind Fußgänger auch eher störend. Man hupt, fährt über Zebrastreifen, aber man winkt freundlich. Leben und leben lassen...

Am Strand verkauft ein Mann mit hochgezogenen Kniestrümpfen in Regenbogenfarben Kokosnüsse zum Trinken. Eine Frau in komplett schwarz gekleidet bietet an, Rastazöpfe zu machen.
An der Ecke vor dem Surfgeschäft trällert eine Frau Arien, was dazu führt, dass das Geschäft die Musik lauter stellt. Jetzt ist es ein unnachahmlicher Mix aus Ave Maria (korrekter Titel natürlich Ellens Dritter Gesang) und Hip Hop der 90er.

Wir hatten uns in einem einfachen Bungalow am Rand des Örtchens einquartiert. Und wie sollte es anders sein in diesem freien Ort? Mit festen Regeln. Unbedingte Nachtruhe, keine Besucher, keine Haustiere. Respekt kann man eben auch durch Regeln erwirken. Letztlich waren die Ruhe und die Lage die ausschlaggebenden Gründe für unsere Buchung. Denn was gibt es schöneres als jederzeit einen Rückzugsort zu haben? Byron Bay platzte aus allen Nähten und war so voll, dass sich die Straßenmusiker schon auf den Füßen standen.

Wir hatten durchaus einen Premiumplatz zum Beobachten: gleich neben der BBQ Stelle, wo etwas weiter weg auch die Waschräume zu finden waren. Herrlich. Zwei junge Männer treffen sich also vor unserem Bungalow in der Frühe des Morgens und stellen fest, dass sie sich ja irgendwie kennen.
"Ey man, how are you?"
"Hey man, ok."
"Good sleep?"
"Na. The monkeys, you know."
Kurzes Nicken und man ging auseinander. An dieser Stelle vielleicht bemerkenswert: es gibt Unmengen von Vögeln, aber keine Affen.

Da der Ort insgesamt überschaubar ist, und wir auch schon mal da waren, konnten wir uns ganz auf das tolle Wetter und das großartige Essen konzentrieren. Letzteres ist auch nur zu bestimmten Tageszeiten einfach. Das Frühstück z.B. nettes Lokal, tolles Frühstück bis 15 Uhr. Das ist sehr einfach. Ein Getränk an der Strandpromenade einnehmen - nicht einfach. Die guten Tische mit Blick auf den Strand werden für potenzielle Mittagesser freigehalten. Ein Mittagessen/einen Snack kann man theoretisch bis 15 Uhr bekommen. Praktisch sollte man aber spätestens um 14:30 bestellt haben. Auch am Abend sollte man nicht zu spät ins Lokal ziehen. Aber keine Beschwerden: Wir haben sehr gut gegessen. Und so ein Wein aus Purple Hen schmeckt auch auf der Terasse in Byron Bay.

Und erst das Wetter... Heiß und sonnig

14.1.16 22:56

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